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Tipps rund um den Führerschein  | Fahrschule4you
Fahrschulen testen

Der Preis für die begehrte Fahr-Lizenz ist nicht von Pappe. Billige und schnelle Fahrschulen entpuppten sich am Ende als teuer und unsolide.

Besser ist es, vorher die Bedingungen zu checken und zu klären: Welche Fahrschule verdient das Prädikat gut und preisgünstig?

Wir haben dazu ein paar Tipps zusammengestellt:

Preise: Was kostet die Fahrschulausbildung?

Entscheidend ist der Gesamtpreis. Der ergibt sich aus der Addition fixer Kosten, z.B. für Lehrmaterial sowie zum Teil flexibler Kosten wie Fahrstunden (siehe Tabelle). Vor Ausbildungsbeginn sollten alle Konditionen schriftlich, d.h. verbindlich festgelegt werden. In den Preisen der Fahrschule muss die Mehrwertsteuer enthalten sein. Nicht täuschen lassen: Der Niedrig-Preis für eine Fahrstunde gibt noch keine Auskunft darüber, wie teuer der Führerschein am Ende wird. Riskant sind "schnelle" Fahrschulen, die ihre Fahrschüler zu früh in die Prüfung schicken. Folge: Alles verpatzt und durchgefallen. Beim nächsten Anlauf kassiert die Fahrschule erneut die Vorstellungsgebühr und läßt sich auch die zusätzlich notwendigen Fahrstunden teuer bezahlen.

Preise auf dem Prüfstand
(Fahrerlaubnisklasse B, Pkw)

Fahrschulen in Großstädten sind im Unterschied zu Fahrschulen in ländlichen Gebieten in der Regel etwas preisgünstiger - andererseits neigen städtische Fahrschulen dazu, ihren Schülern mehr Fahrstunden zu verordnen.

Grundgebühr
(Durchschnittspreise)

Großstadt..............................................250,- DM
ländliche Gebiete...................................390,- DM

In diesen Preisen enthalten sind die Kosten für den theoretischen Unterricht, z.B. zwölf Doppelstunden (2 x 45 Min.) sowie allgemeine Verwaltungskosten der Fahrschule.

Lehrmaterial
(Durchschnittspreise)
Großstadt ..............................................60,- DM
ländliche Gebiete....................................70,- DM

Fahrstunden à 45 Min.
(Durchschnittspreise)

Großstadt...............................................45,- DM
ländliche Gebiete....................................50,- DM

Hier sollten 20 bis 30 Fahrstunden einkalkuliert werden.

Sonderfahrten à 45 Min.
(Durchschnittspreise)

Großstadt...............................................60,- DM
ländliche Gebiete....................................70,- DM

Vorgeschrieben sind drei Nachtfahrten, fünf Überlandfahrten und vier Autobahnfahrten.

Vorstellungsgebühr
(Durchschnittspreise)

Großstadt..............................................180,- DM
ländliche Gebiete...................................190,- DM

Hinzu kommen Kosten für Gebühren der Verkehrsbehörde
bis ca..................................................85,- DM
Erste-Hilfe-Kurs bis ca. ...............................25,- DM
Sehtest rund............................................12,- DM
TÜV/DEKRA(theor. und prakt. Prüfung) rund...170,- DM


Alles in allem kostet ein Führerschein der Fahrerlaubnisklasse B nach dieser Aufstellung (minimaler/maximaler Durchschnitt) 2.402 Mark bzw. 3.282 Mark. Doch diese Durchschnittspreise - sie wurden '99/00 ermittelt - bieten nur einen allgemeinen Anhaltspunkt; die tatsächlichen Preise können weit darüber oder darunter liegen.

Erreichbarkeit: Ist die Fahrschule in Wohnortnähe?

Mehr als 20 Minuten sollten für den Weg zur Fahrschule nicht draufgehen. Bequem und kostengünstig sind kurze Wege zu Fuß, per Mofa, Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Qualität: Was haben Fahrschulen in der praktischen und theoretischen Ausbildung zu bieten?

Wichtige Qualitäts-Standards:
Verständliche Vermittlung der Ausbildungsinhalte, optimale Vorbereitung auf die praktische und theoretische Prüfung. Pflicht sind 12 Doppelstunden in der Theorie, aber auch 16 Doppelstunden sind möglich, wenn der Fahrlehrer es für sinnvoll hält. Flexibilität bei Terminvereinbarungen für Fahrstunden, Theorieunterricht zu verschiedenen Zeiten mit Auswahlmöglichkeiten, moderne Ausbildungskonzepte, lebendige Diskussionsrunden - weniger Frontalunterricht; Einsatz neuer Medien - weniger Fragebögen.

Fahrschulen am besten selbst testen. Gelegentlich werden dazu kostenlose Schnupperkurse angeboten. Informationen sammeln bei Freunden und frischen Fahrschulabsolventen. Erkundigen: Ist die Fahrschule zuverlässig, z.B. in punkto Terminvereinbarungen? Wird der Theorieunterricht mindestens zweimal in der Woche angeboten. Ist der Fahrlehrer auch in kniffligen Situationen souverän und freundlich oder ist er genervt, hektisch und übermüdet? Werden in den Fahrstunden die Fahrzeugtypen häufig gewechselt - das erfordert Umstellung und verursacht so ggfs. zusätzliche Fahrstunden? Gibt es Nichtraucher-Fahrzeuge? Stehen zum Beispiel für Frauen auf Wunsch Fahrlehrerinnen zur Verfügung? Welchen allgemeinen Eindruck hat die Fahrschule hinterlassen - muffig, verstaubt und veraltet, oder freundlich, modern und aufgeschlossen?

Fahrschul-Auswahl: Woran ist eine gute Fahrschule zu erkennen?

Auf jeden Fall: Fahrschulen vor Ort vergleichen. Für das Kennenlern- und Anmeldegespräch sollte der Fahrlehrer persönlich zur Verfügung stehen. Alle Fragen ohne Zeitdruck beantworten lassen, z.B.: Wie hoch ist in Ihrer Fahrschule der Anteil jener Fahrschulabsolventen, die ihre Führerscheinprüfung im ersten Anlauf bestanden haben? (Bundesdurchschnitt: 77,3 Prozent; wünschenswerte Quote: über 90 Prozent). Wie viele Fahrstunden waren im Jahresdurchschnitt pro Fahrschüler erforderlich? Übrigens: Die Pflichten des Fahrlehrers sind in der Fahrschülerausbildungsordnung (FahrschAusbO) festgelegt. Gute Fahrschulen stellen ihren Fahrschülern diese Ausbildungsordnung unaufgefordert zur Verfügung.

Wie viele Fahrstunden sind nötig?

Das hängt zum Großteil vom Fahrschüler selbst ab. Wer sich anstrengt, wird belohnt. Eine Umfrage des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg hat ergeben: Junge Frauen brauchen im Durchschnitt 33, junge Männer 29 Fahrstunden. Eine Insider-Formel lautet: Lebensalter x 1,5. Für einen 18-Jährigen bedeutet dies 27 Fahrstunden. Klar: Billiger ist es, diese Zahlen zu unterschreiten. Das darf aber niemals auf Kosten der Verkehrssicherheit gehen. Merke: Zu wenig Fahrstunden = zu viel Prüfungs- und Unfallrisiko. Außerdem: Eine Festlegung der Stundenzahl des praktischen Fahrunterrichts gibt es - mit Ausnahme der Sonderfahrten - nicht. Erst wenn der Fahrschüler die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt, darf der Fahrlehrer die Ausbildung abschließen.

Alle Angaben ohne Gewähr. Stand März 2001 (C) ADAC





























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